Die Piratenschule
Pädagogisch wertvoll, auch wenn's keiner merkt
"Ich wollte nie ein Junge sein!" - Eine Erzieherin packt aus!
by Xeno ToJo
Es ist Fasching, und natürlich wird das auch im Kindergarten gefeiert. Wir schreiben das Jahr 2001 in einer kleinen, beschaulichen katholischen Gemeinde. Der Kindergarten misst gerade mal 15 Kinder, ein "Ein-Gruppen-KiGa", und drei Mitarbeiter: Eine Vorpraktikantin, ein Anerkennungspraktikant und als Leitung der Einrichtung eine staatlich anerkannte Erzieherin. Die Kindergartenleiterin ist nicht nur Erzieherin mit Berufserfahrung, sondern hat neben einer besonders anspruchsvollen Ausbidung auch noch ihre "allgemeine Hochschulreife", also das Abitur an einem Gymnasium absolviert. Also: Alle Voraussetzungen dazu, eine qualifizierte Fachkraft zu sein, oder? Ein Vorbild an Bildung und Kompetenz. Aber macht Bildung auch intelligent oder gar weise? Nun, schauen wir uns mal den folgenden Dialog an, der sich eben im Jahr 2001 während einer Faschingsfeier zwischen der Erzieherin und dem Anerkennungspraktikantn vor einer Horde von Kindern stattgefunden hat:
Wir stehen vor dem Eingang des Kindergartens auf dem Vorhof, denn die kleinen Cowboys und Indianer dürfen ein bisschen mit ihren Revolvern "schießen" und "knallen". Es sind auch andere Kinder wie kleine Prinzessinnen und Zauberer und Hexen anwesend. Ein kleiner "Zauberer" hat gerade einen Ast von der Erde aufgehoben und fuchtelt damit herum, als die Erzieherin (kursiv) sagt:
"Duuuu, da hat gerade ein Hund draufgepinkelt, was du da gerade in der Hand hast!"
Der kleine Zauberer schaut den Ast, dann die Erzieherin irritiert an und wirft den Ast dann weg.
Die Erzieherin wirbelt herum und sagt dem Anerkennungspraktikanten wie aus der Pistole geschossen:
"Also, ich wollte nie ein Junge sein."
"Wie kommst du jetzt da drauf?!"
"Naja, schon als Mädchen nicht, als ich noch ganz klein war. Da hab' ich schon nicht verstanden, wie die überhaupt Fahrrad fahren können."
"Fahrrad fahren?" Der Praktikant ist verwirrt, ahnt zwar, worauf seine Anleiterin hinaus will, wagt aber nicht zu glauben, was er da vermutet.
"Naja, wegen dem Ding da unten. Das ist doch beim Fahrrad fahren total im Weg, oder nicht?"
"Ja, aber sicher", sagt der Praktikant zynisch. "Deshalb fahre ich auch immer mit dem Zug, weißt du?!"
Eine kleine Hexe kichert schon, und die Erzieherin zu dem Mädchen (3 Jahre alt) im netten Plauderton:
"Gell, Susi?! Wir sind doch froh, dass wir Mädchen sind, was?!" -- Name des Kindes geändert. Anmerkung des Autors --
Der Praktikant lässt nicht locker und möchte nochmals wissen, worauf seine Anleiterin hinaus will und vor allem, warum sie das so betont, "kein Junge sein" zu wollen. Und hier kommt die kompetente Begründung:
"Kinder wünschen sich doch alle mal, das jeweils andere Geschlecht zu sein. Mädchen haben oft Penisneid und auch Jungs wollen manchmal ein Mädchen sein, geben das aber seltener zu, weil's halt Jungs sind. Sieht man doch auch, dass Mädchen meistens Hosen tragen und so, aber haste mal einen Bengel im Kleid gesehen oder so was?!
Aber ICH wollte NIE ein Junge sein. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, ein Mann zu sein. Alleine schon wie die auf's Klo gehen oder überall hinpinkeln und so."
Wow, ich betone, dass es sich hier nicht um ein Mädel mit Hauptschulabschluss und abgebrochener Kinderpflege-Ausbildung handelt, sondern um eine Staatlich anerkannte Erzieherin mit Abitur! Es stimmt, dass Kinder manchmal über das andere Geschlecht nachdenken, und den Begriff "Penisneid" gibt es tatsächlich, allerdings schmeißt dieses Genie der Pädagogik und Sozialarbeit Halbwissen aus der Entwicklungspsychologie mit ihrer Feindseeligkeit gegen das männliche Geschlecht in einen Topf.
Aussagen wie, dass Jungs "mit ihrem Ding da unten" nicht Fahrrad fahren könnten (weiß man ja, dass nur Mädchen und Frauen auf den Bikes unterwegs sind, klar doch!) und überall "hinpinkeln" zeugt von erschreckender Kompetenzlosigkeit und Dummheit, dass es nur so kracht.
Erzieher - egal ob männliche oder weibliche - die ihre Kinder nach "guten Mädchen" und "bösen Jungs" selektieren haben in einem Kindergarten so viel verloren wie ein ein Tabakladen in der Krebsklinik.
Als Hintergrundinfo soll hier ergänzend noch erwähnt werden, dass sich diese "Erzieherin" selbst als "feministische Emanze" darstellte, die "den Männern zeigt", dass auch "Frauen was können". Mit dem ganzen Männer feindlichen Gehabe und "Jungs sind eh doof" - Getue führt sich diese werte Frau jedoch nicht besser auf als all jene Proleten der männlichen Fraktion, die hinter jedem Rock hinterher pfeifen und das "Heimchen am Herd" wollen. "Feministinnen" wie diese Erzieherin machen aus der echten Emanzipation der Frau und dem echten Feminismus eine Farce und sind somit auch ein schlechtes Beispiel - für Mädchen und Jungen:
Mädchen "lernen", dass sie klüger und besser sind als Jungs,
Jungen "lernen", dass sie primitiv und doof sind und stets auf alles hören sollen, was Frau ihnen so sagt, egal, um welchen Schwachsinn es sich handelt.
Interessant auch: Sie "feministische" Erzieherin kommt rein vom Äußerlich daher, wie man sich Frau ja auch vorstellt. Kurze Haare, T-Shirt, Jeans. Mit einem Abstand von gerade mal 10 Metern betrachtet könnte man meinen, ein 12-Jähriger Knabe stünde vor einem - ohne Witz! Und damit stelle ich zum Abschluss die Frage:
"Warum sehen Jungs- und Männer feindlichen, selbsternannte Feministinnen immer selbst so gar nicht weiblich aus? Vielelicht, weil sie - speziell die eben beschriebene Erzieherin - doch in Wirklichkeit ein Mann bzw Junge sein möchten?"
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